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ST3 Probleme: Speichen, Riemen, Licht
#1
Hallo zusammen — ich bin seit ca drei Monaten Besitzer eines ST3 (Testbike eines grösseren Schweizer Händlers) und bin ehrlich gesagt schockiert von der Qualität von Stromer. Bereits nach drei Wochen und der ersten Regenfahrt hatte ich erste Probleme: Die Hupe fing an ständig von selbst zu hupen. Der Händler konnte das Teil zum Glück schnell austauschen. Einige Wochen später fiel der Steuerungsknopf des Omnimoduls unten ab und das ganze Modul begann zu wackeln. Heute wollte ich deswegen zum Händler fahren, da ist mir morgens auf dem Weg zur Arbeit eine Speiche am Hinterrad gebrochen. Und zu guter letzt ist dann auf dem Weg zum Händler noch der angeblich so stabile Carbonriemen gerissen. Ausserdem gibt es Wassertropfen im Tagfahrlicht, was wohl auch eigentlich nicht vorgesehen ist. Man kauft ein Velo was so viel kostet wie ein Auto und ist in den ersten drei Monaten bereits alle paar Wochen beim Händler. Wie kann es sein, dass das mit den Speichen ein bekanntes Problem ist, was aber nicht gelöst wurde?
Ich überlege ehrlich gesagt den ST3 schnell wieder loszuwerden — gibt es hier glückliche Langzeitbesitzer? Ich frage mich wie viel Probleme erst in ein par Jahren auftauchen, wenn das Bike schon in fast neuem Zustand auseinanderfällt.
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#2
Das ist eine Menge Pech in kurzer Zeit. Sollte natürlich nicht sein. Eine Vorhersage, was noch defekt gehen kann, wird dir niemand geben können. 

Zum Speichenproblem lese hier nach. Das Problem tauchte auf, als Stromer 2023 von den AlexRims auf Rodifelgen gewechselt hat. Eine offiziell kommunizierte Lösung seitens Stromer kenne ich nicht. Gerüchten zur Folge soll Stromer die betroffenen Rodifelgen zukünftig mit einer neuen Felgenmarke ersetzen. Auch alternative Felgen werden bereits angeboten, aber nicht von Stormer.

Der Riemen ist natürlich nicht von Stromer sondern vom renomierten Hersteller Gates. Ein Riss des Riemes kann ein falsch oder schlecht montierter Snubber sein, eine fasche Einstellung der Spannrolle, schlechte Pflege oder meist ein Gegenstand (Ast...) welcher sich bei Fahrt im Riemen verfängt.

Tagfahrlicht mit Wasser - liest man ab und wann

Hupe - ist im Spritzwasserbereich des Vorderrads. Die Anschlüsse dürften nicht sauber verlegt gewesen sein, so dass das Wasser die Hupe "bediente".

Was sagt den der Händler dazu?

Ich fahre sein fast 40'000 km einen ST3, hatte auch auf den ersten 15'000 km einige Problem (keine von deinen). 
- Ab 30'000 km sind die Lager (Vorderrad, Motor, Tretlager) sicher irgendwann mal auf der Reparaturliste. 
- Der Akku kann bis zur 75% SoH Grenze in etwa 22'000 km, lässt sich natürlich aber auch weiterfahren. 
- Was bleibt: Sensor, Controller, Omni, Bremsen (ohne Verschleissteile) halten ggf. das ganze Stromerleben, müssen aber nicht ;-). 

Es gilt: Wo viel drin ist kann auch mehr kaputt geben. Die Komplexität der Elektrik, Elektrinik macht das nicht besser.
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#3
Ja, die Qualität bei Stromer ist breit gestreut. Es gibt Räder die seit Jahren viele Tausend km relativ problemlos abspulen und andere die vor allem am Anfang für jede Menge Ärger sorgen.
Meiner Meinung nach bekommt man die „Kinderkrankheiten“ bei mangelhafter Qualität mit einem guten Händler in den Griff und kann danach das Rad sehr gut nutzen. Es gibt ja eh keine richtige Alternative zu Stromer. In der Schweiz wäre da vor allem Speedped zu empfehlen.
https://www.speedped.com/modelle

Ich selber habe seit gut 5 Jahren ein ST2S und bin bisher 62.000km damit gefahren. Neben den normalen Verschleissteilen wurde die Nabe des Vorderrades repariert, ein neues Motorkabel eingezogen, die elektrischen Bremskabel getauscht und demnächst wird wohl ein neuer Sensor fällig.
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#4
Danke für die Antworten — das beruhigt mich schon ein bisschen. Das Problem mit den brechenden Speichen schockiert mich ehrlich gesagt am meisten. Bei soetwas müsste man doch sofort einen Rückruf starten und einen Ersatz anbieten. Eine Anfrage bezüglich dieses Themas von meinem Händler an Stromer läuft im Moment aber nach einer Woche habe ich noch keine Rückmeldung.
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#5
Speichenbrüche sind kein Alleinstehungsmerkmal von Stromer. Speziell Marken, welche auf das Konzept „Nabenmotor“ setzen, sind davon mehr betroffen. Grund sind die höheren Kräfte die aufgrund der grossen Motortrommel, den damit verbundenen kürzeren Speichen und den grösseren Speichenwinkeln wirken. 

Beim Bruch einer oder mehrerer Speichen zerlegt sich das Rad nicht, was auch der Grund sein wird, dass seitens Hersteller jeweils keine Rückrufe gemacht werden. Dass sie nicht vorkommen sollten ist klar. 

Stromer hat das Problem, seit Mitte 2023 der Hersteller der Felgen gewechselt wurde. Betroffene Nutzer von Stromern mit diesen Rodi-Felgen berichten immer wieder von schlecht eingespeichten Rädern, was auf ein QA-Problem von Rodi hinweisen könnte. 

Wie das Problem gelöst werden kann steht im Post weiter oben. Allerdings ist es natürlich nicht die Aufgabe des Händlers und schon gar nicht des Kunden, das grundlegende Problem zu lösen. Das muss Stromer tun.
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#6
(16.09.2025, 12:48)BaslerPendler schrieb: Bei soetwas müsste man doch sofort einen Rückruf starten

Das ist die übliche Forderung der selbsternannten Konumentenschützer - die sich um die Folgen für die Kunden nicht kümmen müssen!

Der Sinn eines Produktrückrufs ist, eine real exisitirende Gefahr für Leib und Leben des Kunden abzuwenden. Angenommen, das Werk würde in den Speichenbrüchen eine solche erkennen. Dann wäre der Rückruf unvermeidlich und verbunden mit einer Stilllegung der betroffenen Stromer.

Da nun aber der Austausch bei allen betroffenen Stromern vielleicht Monate in Anspruch nehmen würde, wären alle Stromerfahrer während dieser Zeit ohne Stromer!

Wenn der Stromer trotz Stilllegung weiter verwendet wird, liegt das Risiko beim Fahrer. Das Dilemma ist nun, dass wenn der Fahrer das Risiko als vernachlässigbar einstuft, dieses Verhalten den Rückruf als übertrieben qualifiziert.

Die konsumentenfreundlichere Lösung wäre daher ein Garantieaustausch beim nächsten Service.
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