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WREN Federgabelbruch: Freiwilliger Rückruf ST3, ST5, ST7
(12.06.2026, 09:19)MarkusSi schrieb: Was soll die Bremskraftverstärkung sein? Meinst du die Rekuperation?

Wenn man im Vorbau den rechten und linken Schaltkontakt gegeneinander tauscht, kann man prüfen ob das Problem Richtung Lenker (Reedkontakte, Kabel) oder Richtung Controller zu suchen ist. 
Eine Freundin hat ein ähnliches Problem, gibt es Schaltpläne zum (im ihrem Fall) ST3? Also wo sind die Kontakte am Ende angeschlossen?

Schaltpläne zu Stromerbikes sind keine im Netz verfügbar. Beim ST3 werden die beiden Reedkontaktkabel über den Lenker in den Vorbau geführt. Dort gibt es eine JST-Steckverbindung für das Omni-Adapterkabel „BL“ (Break left) und „BR“ (Break right), welche direkt in der Omni Anschlussleiste eingestöpselt sind.
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(12.06.2026, 11:43)olfener schrieb: Mit der "Sensibilität des Sensors" stellt man ein, wie stark der Motor beim Betätigen der Bremse zusätzlich zur Bremskraft der Scheibenbremse als Generator läuft und ein entsprechendes Bremsmoment erzeugt.

Hierbei ist das Bremsmoment (und die Energierückspeisung in den Akku) beim Ziehen des linken Hebels etwa halb so groß wie beim Ziehen des rechten Hebels. Beim Ziehen beider Hebel ergibt sich die größte Energierückspeisung (-> Rekuperation).

Danke für die Erklärung! Damit ist die Ursache für die fehlerhafte Funktionen der Vorderradbremse -für mich- eindeutig: Durch die fehlende Rekuperation und den beim Ziehen des (linken) Bremshebels nicht vorhandenen „Generatorenbremseffektes“ sind Vorderrad- und Hinterradbremse zusammen eingesetzt nicht mehr vernünftig regelbar bzw. die Hinterradbremse -deren Rekuperation funktioniert- in Zusammmenspiel mit der Vorderradbremse -deren Rekuperation nicht funktioniert- ergeben ein stark ungleichmässiges Bremsverhalten.
Ich denke, dass das Kabel zur Übertragung des „Reedkontaktes“ beim Einbau des Gabelreparatursatzes zerstört worden ist.
Ich bin optimistisch, dass nach Ersatz des defekten Kabels die Bremse wieder wie vorher funktionieren wird……..
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Das Bremsmoment, welches der Motor erzeugen kann, ist deutlich kleiner als die möglichen Bremsmomente der Scheibenbremsen.

Bei leichterem Bremsen wird man das Fehlen des Bremsmometbeitrags beim Ziehen der Bremshebel feststellen können. Bei stärkerem Bremsen dominieren allerdings die Bremsmomente der Scheibenbremsen den gesamten Bremsvorgang. In diesem Fall sollten keine merklichen Unterschiede zum früheren Verhalten feststellbar sein.
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(13.06.2026, 11:44)olfener schrieb: Das Bremsmoment, welches der Motor erzeugen kann, ist deutlich kleiner als die möglichen Bremsmomente der Scheibenbremsen.

Bei leichterem Bremsen wird man das Fehlen des Bremsmometbeitrags beim Ziehen der Bremshebel feststellen können. Bei stärkerem Bremsen dominieren allerdings die Bremsmomente der Scheibenbremsen den gesamten Bremsvorgang. In diesem Fall sollten keine merklichen Unterschiede zum früheren Verhalten feststellbar sein.

Bei fehlendem Motorbremsmoment "nur an der Vorderbremse" hat man das Problem, dass das Hinterrad bereits blockiert während die Vorderradbremse nur „normal“ oder leicht abbremst bei gewohnt gleicher Krafteinwirkung auf beide Bremshebel.  Das System arbeitet nicht mehr synchron. Darüber hinaus vermute ich, dass durch dieses veränderte Bremsverhalten -beim Einsatz von härteren Bremsbelägen - vorne das „Quietschen“ auftritt.
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Wenn ein Bremssignal eines Bremshebels, egal ob rechter oder linker Bremshebel, nicht mehr übertragen wird, reduziert sich das Bremsmoment des Motors (sofern im Omni aktiviert).
Das führt dann eher zu einer geringeren Blockierneigung des Hinterrades.

Wenn beim kräftigen bremsen mit der Vorder- und Hinterradbremse das Hinterrad gefühlt eher blockiert als früher, wird es an den (geänderten) Bremsbelägen und deren Reibungskoeffizient liegen.

Beim bremsen wird die Belastung (Kraft auf den Straßenbelag) auf das Vorderrad erhöht und auf das Hinterrad verringert. Deshalb kann das Vorderrad viel höhere Bremskräfte übertragen das das Hinterrad. Aus diesem Grund blockiert das Hinterrad aber auch viel früher als das Vorderrad.

Beim Stromer mit ABS wird die Bremskraft des Vorderrades auch so weit reduziert, dass auf einer trockenen Asphaltstraße ein Blockieren des Vorderrades nicht stattfindet.
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Wenn ich dich richtig verstehe, wird die Rekuperationsenergie, die durch Abbremsen des Motors erzeugt wird, nicht in erhöhte Bremskraft an den beiden Scheibenbremsen umgewandelt, sondern wird zum Laden des Akus eingesetzt, richtig?
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Ja, genau so ist es.
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(13.06.2026, 14:49)Fuzzi schrieb: Bei fehlendem Motorbremsmoment "nur an der Vorderbremse" hat man das Problem, dass das Hinterrad bereits blockiert während die Vorderradbremse nur „normal“ oder leicht abbremst bei gewohnt gleicher Krafteinwirkung auf beide Bremshebel.  Das System arbeitet nicht mehr synchron. Darüber hinaus vermute ich, dass durch dieses veränderte Bremsverhalten -beim Einsatz von härteren Bremsbelägen - vorne das „Quietschen“ auftritt.

Da stimmt ja nun gar nichts an der Aussage. Es ist doch nur ein Kabel vom Bremshebel abgebrochen und deshalb wirkt die E-Bremse etwas schwächer. Deshalb quietschen doch die Bremsen nicht lauter. 
Synchron arbeitet an der Stromerbremse überhaupt nichts. Wer hat dir denn gesagt, du sollst auf beide Bremshebel die gleiche Kraft wirken lassen? Geht das überhaupt? 
Fazit, du machst dir viel zu viele Gedanken. Selbst mit dem gebrochenen Kabel kannst du bedenkenlos weiter fahren. Wenn bei Frost die E-Bremse abschaltet, muss man ja auch klar kommen und anhalten können.
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(13.06.2026, 19:47)olfener schrieb: Ja, genau so ist es.

Danke fuer deine Info! Dann habe wieder etwas dazugelernt und meine vorgenannten Überlegungen sind natürlich nicht korrekt....
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Mein Fahrzeug befindet sich seit heute wieder in dem Zustand wie vor dem Einsetzen des Gabelreparaursatzes. Mein Händler hatte das fehlerhafte Kabel vom Bremshebel zum Controller ersetzt. Die Bremsgeräusche haben sich verflüchtigt indem ich andere Bremsbeläge eingesetzt hatte mit denen ich bereits im ST5 (Hinteradbremse) erfolgreich den Lärm bekämpft hatte. Ein Lob an meinen Händler: Er hat mein Rad gestern morgen mit seinem Transporterkastenwagen aufgeholt und mir den ST7 heute morgen in perfektem reparierten Zustand übergeben!
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